Ein großes Vorbild

help alliance

Viele der Lufthansa Mitarbeiter engagieren sich auf ihren Reisen um die Welt auch sozial. So entstand bereits 1999 die help alliance. Unter dem Dach der Organisation sind heute weltweit rund 40 Hilfsinitiativen vereint. Mitarbeiter der Lufthansa sind für die Projekte als ehrenamtliche Paten verantwortlich. Sie alle verbindet ihr starker Antrieb, etwas in der Welt zu bewegen.

Destination: Bildungschancen – ein Projekt der help alliance

Imke Schepers und Iris Henn / Deutschland
Zwei engagierte Lufthansa Kolleginnen

Seit dem Beginn des Schuljahrs 2015/2016 engagieren sich zwei Kolleginnen von Lufthansa im Rahmen von help alliance für zwei Schulen in Düsseldorf. Im April wird eine dritte Schule folgen. Destination: Bildungschancen heißt das Projekt und setzt auf das Prinzip, dass ältere Schülerinnen und Schüler jüngeren helfen.

Iris Henn und Imke Schepers wollten etwas tun, was in der Nähe ihres Arbeitsplatzes Düsseldorf möglich ist.
Während viele Kolleginnen und Kollegen der Lufthansa sich in Entwicklungsländern engagieren, wo jede Hilfe gebraucht wird, sollten mit ihrer Hilfe Kinder und Jugendliche, die bei uns nur schwer Zugang zu Bildung finden, gefördert werden.

Zeit statt Geld

Die sogenannte Lernkaskade, eine bewährte Methode des Projektpartners Chancenwerk e.V., verläuft wie eine Pyramide. Studierende unterrichten Schüler, z.B. der Klassenstufen 9 und 10, in einem Fach, in dem diese Schüler nicht so gut sind und Unterstützung brauchen. Dieses Angebot gilt für 90 Minuten pro Woche. Im Gegenzug verpflichten sich diese Schülerinnen und Schüler, den jüngeren Mitschülern bei den Hausaufgaben zu helfen und sie auf Klassenarbeiten und Tests vorzubereiten. Sie zahlen sozusagen in der Währung Zeit für ihre Förderung zum Beispiel in Englisch und Mathe.

Bei der Betreuung der Jüngeren steht ein Studierender den älteren Schülern als Lernkoordinator zur Seite und greift sofort ein, wenn es zu Schwierigkeiten kommt oder eine Aufgabe nicht richtig verstanden wird.

Man merkt schon, dass die Älteren nicht nur in ihrem Problemfach etwas lernen, sondern sie vertiefen alles, was sie gelernt haben nochmals. Und noch etwas geschieht ganz nebenbei, man lernt soziale Verantwortung zu übernehmen.

2 x 90 Minuten Lernförderung mit Spaß

So sieht das für die 5. und 6. Klässler aus. Erst einmal ankommen. Dafür lässt man den 12 Kindern in dem Raum mit drei Lerncoachs und einem studentischen Lernkoordinator 10 Minuten Zeit. Danach wird 60 Minuten lang intensiv gelernt. Die letzten 20 Minuten spielen alle zusammen, aber nur die, die mit ihren Aufgaben fertig sind.
Klar, dass die Schülerinnen und Schüler gerne zweimal in der Woche zur Lernförderung kommen. Sie erleben, dass Lernen Spaß macht und auch belohnt wird, wenn man etwas fertig gemacht hat.

„Die Arbeit in dem Projekt empfinde ich als einen sehr abwechslungsreichen Nebenjob, was sich u.a. darin begründet, dass ich sowohl als Lernkoordinatorin, als auch Intensivkursleiterin, an der Realschule Benrath tätig bin. Die Arbeit empfinde ich als besonders, weil ich sehen kann, wie die älteren Schüler mit vollem Einsatz den Jüngeren Hausarbeiten und schwierige Aufgaben aufgrund ihrer eigenen Erfahrung mit Leichtigkeit erklären können. Es bringt mich auch immer wieder zum Schmunzeln, wenn die Älteren sich im Anschluss diese leichten Aufgaben aus der Unterstufe zurückwünschen. Die jüngeren Schüler nehmen die Unterstützung der Älteren sehr gut an und scheuen sich nicht, diese um Rat zu bitten. Die älteren Schüler überraschen mich stets aufs Neue mit ihrer Einsatzbereitschaft und auch der Kreativität, mit der sie schwierige Aufgaben an die Jüngeren vermitteln. Es ist wirklich schön, dass die älteren Schüler sich so sehr für ihre jüngeren Mitschüler engagieren. Vielleicht merken die älteren Schüler es selbst noch nicht, aber ich sehe wie sie dadurch an Selbstbewusstsein und Stärke gewinnen, wenn die jüngeren Schüler Aufgaben mit ihrer Hilfe bewältigen konnten.“  Lena Gerlach (Foto)

Mir gefällt es hier, weil wir die Hausaufgaben machen können und wir am Ende immer spielen dürfen. Mir macht das einfach Spaß.
Shirin (Foto) - Schülerin

„Ich nehme am Intensivkurs teil, weil ich die Nachhilfe brauche. Außerdem helfe ich gerne Anderen. Ich habe mich schon ein bisschen verbessert und es gefällt mir sehr gut.“
Zitat Ikram (ohne Foto) – älterer Schüler, der am Intensivkurs teilnimmt und Jüngere unterrichtet

„Ich bin dabei, weil ich selber Hilfe in Englisch brauche. Ja, ich habe mich ein bisschen verbessert. Die Lernförderung für die Jüngeren ist immer wieder anstrengend aber auch lehrreich und interessant, weil jedes Kind anders ist und in anderen Bereichen Probleme hat.“
Luisa (ohne Foto) – ältere Schülerin

Ganz im Sinne der help alliance fördert Lufthansa mit dem Wettbewerb das junge, soziale Engagement. Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zur 13. Klasse sind eingeladen, sich bis zum 15. Mai 2016 mit ihren kreativen Ideen, wie man benachteiligten Menschen helfen kann, zu bewerben.

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